Es ist schon krass

Krass, was sich aus einem eigentlich guten Termin so entwickelt…

Aber erstmal: Vielen vielen vielen lieben Dank für eure Kommentare und euer Mit-Freuen.
Das hat uns auch nochmal richtig berührt. 🥰

Aber jetzt haben wir…Effekte….im Körper.
Es fing eigentlich schon im zweiten Drittel des Termins an, dass wir Schwierigkeiten hatten, zu sprechen.
Aber wir waren soooo aufgeregt und gestresst, da haben wir uns nichts weiter bei gedacht.
Aber jetzt ist das seitdem anhaltend da.

Irgendwie fehlt die Luft zum Sprechen, ohne dass die Luft wirklich fehlt. Aber die Stimme bricht weg, als wäre keine Luft da. Es blockiert. Vielleicht am ehesten vergleichbar mit: Kennt ihr das? Wenn einem so richtig Sturm ins Gesicht bläst, dass dann die Atmung blockiert? Dass man weder ein noch ausatmen kann und das Gesicht aus dem Wind drehen muss?
Uuuuuungefähr so.

Es fühlt sich widerlich an. Das ganze Körpergefühl im „Sprechbereich“ ist ziemlich ekelhaft und macht uns wahnsinnig.
Atmen geht, Summen geht. Sprechen…? Nope.
Manchmal geht ein ganzer Satz ohne Probleme, manchmal schon das erste Wort nicht. Auch vollkmmen egal, was wir wie sagen.
Als könnte man nicht genug Druck aufbauen mit der Luft, die man hat.
Es ist anders, als das letzte Nicht-Sprechen-Können. Vollkommen anderes Gefühl.

Frau vdH sagt, das hat sehr sicher was mit dem Termin zu tun, wenn das da anfing.
Aber „Hypochonderchen“ hat Angst, der Körper ist irgendwie kaputt und das war nur Zufall, dass das da angefangen hat. Ich meine: Schließlich raucht man ja auch….
Aber ich glaube nicht, dass ein körperliches Problem so abrupt anfängt und dann in der Intensität auch noch so schwankt.
Vor allem, als wir gesternAbend ein Glas Alkohol getrunken hatten, war es in der Zeit der Wirkung deutlich deutlich besser. Das spricht jetzt nicht gerade für ein körperliches Problem, nä?
Schon wieder Zufall, meint „Hypochonderchen“
*sfz

Etwas Kleines im Kopf ist zu hören mit „Das darf doch keiner wissen. Das darf doch keiner wissen. Es darf doch keiner wissen, dass ich behindert bin und defekt und falsch! Ich habe mir doch sooooo viel Mühe gegeben alles richtig zu lernen.“
*autsch
MM meinte „Jetzt ist zu spät, jetzt ist es doch schon raus, jetzt könnt ihr auch weiter sprechen“
Aber das scheint das Problem zu sein. Aufgabe nicht erfüllt?
Einmaaaaal nicht aufgepasst, zack…ist „es“ raus. 😏
Aber das Kleine schwört auch Stein und Bein, dass es diese seltsame nicht-sprechen nicht absichtlich macht und sie auch Angst hat und das ja auch etwas ist, das niemand merken darf. Niemand darf merken, dass egal was mit uns nicht stimmt?
Idk
Irgendwas ist damit innerlich angelaufen.
Und der Termin schien für jemanden deutlich beängstigender zu sein, als dass Frau vdH die Diagnose ja gestellt hat. Das war ja keine „richtige Diagnostik“ ne? Nein. Die hat uns ja nur zwei Jahre so gesehen und zugehört. So „verteilt“ war das scheinbar okayer.

Irgendwie kämpfen wir gerade auf so vielen Ebenen, dass wir auch nicht mehr richtig durchsteigen.
Naja. Schauen wir mal. Das wird vermutlich auch….iiiiirgendwann….wieder aufhören.
Warum also beklagen?

Autismus Diagnostik, Klappe die…Zweieinhalbte?

Ich weine!
Ehrlich. Innerlich weine ich. Der Klos im Hals ist so so so fett, dass es mir die Sprache verschlägt.
Aber diesmal nicht aus WTF
Sondern weil wir heute SO so so so dermaßen hart validiert wurden, dass ich nicht weiß wohin mit meinen Gefühlen.
Das hier wird lang aber ich will es nie nie wieder vergessen!!!

Aber von Anfang an.
Okay. Frau vdH hat unsere Autismus Diagnose ja auch gestellt. Sie darf das auch.
Aber im Zuge dessen, dass ein großer Teil unserer Begründung für den Leistungsträger für Wiedereingliederung auf die Therapiestunden auf dem Autismus basiert, meinte sie, es wäre gut, wenn es eine weitere Diagnose – von einem unabhängigen Spezialisten gäbe, damit der Leistungsträger nicht sagen kann, jaja die loyale Therapeutin kann ja viel behaupten.

Okay. SIe fand jemanden, den sie für geeignet hielt und Anfang Januar wurden neue Termine freigegeben, wir ergatterten einen für überraschenden 2. Februar. Nicht erst in x Jahren.

Aber eben Angst. Nach den letzten Erfahrungen in der Autismus Ambulanz in Stadt „Ü“ sagen wir mal.
Frau vdH machte uns Mut. Eigentlich hatte sie den Typen gefunden und meinte: Der schaut ganz okay aus…..
Sie schrieb uns eine Fremd-Anamnese, weil ja keine Eltern zur Befragung da, ne? (Die Zeugnisse geben nichts her, sofern ich überhaupt welche habe (mit Lücken).) Aber die Fremdanamnese hätten wir fast nicht benötigt. Er nahm uns ohne diese Ernst, er bekam die erst am Schluss.

Heute war der Termin und….krass. einfach nur krass.

Der Herr ist Psychotherapeut mit einer Spezialisierung auf Autismus. (Ich vermute, dass er selbst Autist ist, nachdem ich ihn und seine Zimmereinrichtung so betrachtet habe, die sooo befriedigend für uns war/ sensorisch ruhig)

Also ich versuche alles aufzuschreiben:
Seine erste Frage war, was uns zu einem Termin zur Autismus-Diagnostik bei ihm gebracht hat.
Wir kurz angerissen: Also…. Verdacht ist da seit über 2 Jahren.
Therapeutin findet das sehr valide. Hat eigentlich die Diagnose bereits gestellt. Aber wir brauchen…2. Meinung wegen … Leistungsträgern….
Dann erzählt: Diagnostik-Termin in Ambulanz in Stadt Ü vor etwas Ü einem Jahr lief nicht gut…
Angerissen: Erzählten, dass der Herr Professor Dr. Porsche (Er: Ah, der da und da?….ja genau…er kennt den Herrn….) erst meinte, wir seien zu sympathisch für einen Autisten……
Er runzelte die Stirn, Ausstrahlung veränderte sich in *unzufrieden.
Das gab uns Mut. Wir so: Jaaa und weil eben eine Traumafolgestörungsdiagnose besteht, sah sich der Herr Professor nicht in der Lage das zu differenzieren.
Er wirkt noch unzufriedener und gluckst „Ja aber hörn se mal….das ist doch DER JOB! Autismus von anderen psychischen Erkrankungen abzugrenzen“
(Jemand im Hintergrund unseres Kopfes lacht mit und sagt „Jaaaaaahaaaaa dankeeeeeeeheeeeeeeee“)
Damit hatte sich der Therapeut heute genügend Gummipunkte erspielt, um sich ein Stück Vertrauen von uns zu verdienen. Lunis wurden etwas entspannter.

Er: „Womit wollen wir anfangen, was für Anzeichen es bei Ihnen gibt? Üblicherweise gucken Menschen wie ich darauf, ob es bereits Anzeichen in der Kindheit gab, Sie wissen vermutlich: mit Autismus kommt man auf die Welt und das Trauma kommt oben drauf“.
Wir: „Uff, das ist so groß, dass ich nicht weiß, wo ich anfangen soll. Wenn ich ehrlich bin, habe ich ungefähr zehn Abläufe, wie das hier funktionieren kann im Kopf, je nachdem ob Sie ok sind oder _Verzeihung_ ein Arschloch.“

Er grinst. und sagt noch „Wahnsinn, wie viel Mut Sie das gekostet hat, noch mal so einen Termin auszumachen“
validiert uns damit und wir innerlich „Krass, noch ein Gummipunkt für dich“.
Er: *wird ernst und sagt „Also ich habe kein Problem damit, wenn Sie sich einen Ihrer Pläne vornehmen und ich folge Ihnen einfach“.
Lunis innerlich „Whoahhhhh“
Okay. Gut. Mein Beginn meiner Liste ist auch Kindheit, wollen wir da anfangen? Er nickt. Sehr gerne.
Lunis: Ok es gibt keinen Kontakt mehr zu den Eltern, da gibt es nichts zu holen
Er: Ja ich kenne das von manch anderen „meiner“ Autisten. Ich kenne aber auch, dass es manche gibt, die ganze Szenen mit ihrem unglaublichen Gedächtnis komplett abspielen können, das ist oft hilfreich.
Lunis: Uff ja, das kann ich auch. Ich habe da ein paar Sachen, die ich 1:1 abspielen kann.
Er: Ja das eidetische Gedächtnis ist oft ganz gut ausgeprägt.
Ja, bei mit vor allem das Echo Gedächtnis (Also Ton, für diejenigen, die das nicht einsortieren können)
Ein/ zwei/ drei Gegebenheiten erzählt.

Damit angefangen und ihm damit gezeigt, dass auch die Traumafolgen von Kindheit an bestehen.
Damit begonnen, dass unsere „Eltern“ versucht haben, den Autismus abzutrainieren.
Ich weiß nicht, ob sie das Wort damals gekannt haben oder nicht. Aber es lief auf Zwang hinaus. Ein bisschen wie bei ABA (Er schüttelt sich dezent angeekelt, fast nicht zu bemerken).
Also: Mit festhalten, festbinden, damit keine weirden Bewegungen gemacht werden. Auch im Bett. Und was man alles so „zu lernen hatte, um ein normales Kind zu werden“
Ein Kleines stand mir innen zur Seite, das meinte, nachdem er mitgelästert hat, ist der okay das zu wissen. Da wurde es möglich, das mitzuteilen.

Er war fühlbar betroffen. „Das ist furchtbar!!“
Auf seine Frage, ob das aus eigenem Antrieb der Eltern geschah oder ob es Anleitung von Außen gab, haben wir „ich weiß nicht“ geantwortet – weil wir das Thema „Täter“ nicht aufmachen wollten und wir auch dann nicht wüssten, ob es eine Anleitung gab.

Ja, er vermittelte dann, dass ihm deutlich wird, dass wir definitiv ja auch da bereits frühtraumatisiert sind.

Ja dann hoppsten wir gemeinsam ein bisschen durch die Gegend.
Das bekomme ich nicht mehr ganz genau auf die Reihe, wann was kam.

Auffälligkeiten als Kind. Immer falsch gefühlt. Nie gewusst, was mit Kindern anzufangen. Schwanken zwischen ich will dazugehören, anpassen, dafür ausgelacht zu werden, weil man eben als „Nachmacher“ enttarnt wurde – und dem Eigenem „Ihr könnt mich alle mal, ich verstehe eh nichts davon was ihr da sagt, was ihr da macht und ich bin vollkommen anders als ihr.“
Dem Mobbing… und so weiter.

Okay also sie verstehen diese ganzen „Social Codes“ auch nicht, richtig?“ Fragte er so in etwa.
Damit das nächste große Thema.
Neiiiiiinnnnnn ich verstehe nicht. Ich habe auch dem Professor in Ü gesagt „Ich weiß nicht, wie ich immer in diese Situationen gerate…..Dass wir Missverständnisse und Streits und alles das haben.“
Er: “ Ja. Wird Ihnen häufiger vorgeworfen, Sie seien unhöflich?“
Wir: „Unhöflich? Ja!!!!! Und vor allem: Respektlos! Dicht gefolgt von gemein, zu direkt „das kannst du doch nicht sagen!“ (Och ich hatte sooooo eine schöne Beispielgeschichte, die ich nicht erzählt habe hahahah)
und bevormundend und verletzend“
Er nickt, notiert auf seinem Block schön mit.

Wir weiter: Ja und…der Professor in Ü sagte, dass das schade wäre, dass ich das nicht erklären kann, weil das wäre ja ein Kernkriterium, das müsste ich ihm schon erläutern… Und ich konnte nicht.
Er: Ja, aber das ist ja genau das, dass man das als Autist eben nicht versteht!
„Ist es so, dass die Menschen mit denen Sie da zu tun haben, das was Sie sagen persönlich nehmen?“

Wir: JAAAAAAAAAA. Einfach….ahhh ich diskutiere über Thema XY und habe dazu eine Meinung, aber halt zum Thema! Und jaaaaaaaa, ich weiß……. ich habe krasse Meinungen, aber ich diskutiere über das Thema und die Leute verstehen scheinbar nie, dass ich über das Thema rede und werfen mir vor ich wäre gemein, invalidierend, manipulativ, ich wäre soooo verletztend. Als hätte ich gesagt: „Du Arschloch““ aber wenn ich sagen will „du bist ein Arschloch, dann sage ich das“ (er:*grinst und nickt) „Weil ich das nicht mal kann wenn ich will, so was durch die Blume zu sagen und nicht wüsste, warum ich das tun sollte.“
Und ansonsten rede ich über das Thema und nicht über den Menschen der dahinter steht.

Er: Ja das ist ja ganz ganz ganz typisch.
Ich so ja: Das ist, als ob ich eine Katze wäre und auf dem Hundeplaneten lebe. Und der Hund wackelt mit dem Schwanz und ich denke „ja, waaaaaaaaaaarte, du mich auch….🖕🏻“ weil ich nicht verstehe, dass Schwanzweldeln Freunde heißt und nicht Aggression.
Er *grinst und nickt. „Schöner Vergleich“

Und es ging mir mein ganzes Leben schon so!

Dann kamen wir zum Thema Abgrenzung von Traumafolgen.
Wir haben ihm halt erzählt, dass wir seit 20 Jahren in Traumabehandlungen waren und immer missverstanden wurden, bis Frau vdH kam.
Dass wir auch da immer und immer wieder nicht verstanden wurden und dann zurechtgewiesen wurden, wir sollten aufhören, uns zu erklären.
Dass uns immer gesagt wurde Ja Frau Luni, Sie haben keine Sozialkompetenz, das liegt am Bindungstrauma, das müssen wir bearbeiten.
Dass immer alles auf die Traumafolgen ging. Sensorische Überforderung zB beim Zähneputzen. Wir kotzen oder würgen zumindest jedes mal. Traumaklinik: „Ja das ist Trigger, lass mal Konfrontation/ Traumaexposition machen. Das ist Trigger vom Missbrauch….
Aber weder das Eine noch das Andere hat geholfen! Das Problem besteht weiterhin und dann wird einem Non-Compliance unterstellt und so oder eben ein allgemeines „häääähhhh das ist aber ungewöhnlich, sind Sie sicher, dass Sie nicht dramatisieren?“…. aber das Problem bleibt.,

Er: JA KEIN WUNDER! Wenn es keine reine Traumafolge ist!!!!!
Die Kollegen gucken halt auch nie über Tellerrand, erkennen das nicht.
ER (betroffen) Aber das heißt, das zieht sich durch ihr GESAMTES LEBEN!
Aber das könnte auch heißen, dass sie „heiler“ durch das Trauma gekommen sind, als gedacht, dass vieles davon, was als Traumafolge einsortiert wurde, eben der Autismus ist und der geht nicht weg!

Lunis jahhhhhh 🥺 Vielleicht beides. Es geht ja auch: Schnelle sensorische Überflutung= schneller traumatisiert.
(und denken ok, er weiß viele der Traumafolgen nicht und die Umstände, das lassen wir aus.)
Er: Das ist schrecklich! Ja, das geht in alle Richtungen, das stimmt. Aber der Autismus darunter, der bleibt ja, egal was Sie tun!

Lunis: Ja und erst jetzt fängt mit dem Gedanken an den Autismus alles plötzlich an, Sinn zu machen. Da ist ein Zusammenhang dahinter, der mir bisher gefehlt hat.

Er nickt und nickt und nickt.

Auch im Thema Selbstfürsorge gibt es plötzlich Sinn!
Die Skills, die nie funktioniert haben und die sensorische Überforderung darin! Erst, wo wir versuchen, einen Weg zurück ins Stimming zu finden, können wir anfangen etwas zu finden, das wirklich hilft. Aber dann klatscht mir ein Flashback um die Ohren vom Abtrainieren. Und so wusel ich mich da gerade durch. So weit was zulassen, wie möglich und dann wieder zurück. Und dann wieder weiter.

Er fand das unglaublich toll, wie wir das versuchen.

Dann kamen wir zum Thema: Sensorik und Routinen:
Routinen erklärt. Das ganze Ordnungssystem, das ganze Routinen und wenn unterbrochen = Overload.
Ausraster…..
Geben das Beispiel: Unser Mann möchte sooooo gerne mit uns gemeinsam kochen…..
Aber das endet immer in einem Meltdown. Weil unsere Routinen weg sind. Und dann schneidet er die Zwiebeln in der falschen Größe und dann ist das Essen von der Konsistenz her falsch und ich kann es nicht essen.

Er: Oh, dann auch sensorisch schwierig?

Jaaaaaa immer! Ich habe eh nur ein eingeschränktes Repertoire an Nahrungsmitteln, die ok sind.
Er *wird aufmerksam … Haben Sie so Sachen, die sie als sicher empfinden?

Lunis: Ja. Seit Kindheit. Grundnahrungsmittel sind Kartoffelchips. Die gehen immer. (Er *notiert)
Und wir kommen mit Konsistenzen nicht klar und mit Geschmäckern weil zu viel zu viel zu viel……zu schwierig, zu matschig, zu ahhhhh.
Er: War das immer so?
Ja. Als Baby wohl schon. Wir waren als Säugling monatelang im KH weil „Gedeihstörung“. Weil das Baby nicht zunehmen wollte. Weil die Flasche zurückgewiesen wurde. „Kind nimmt nicht zu“
Er: *notiert
Und sagt Oha….ARFID
Wir: Ja! Ich glaube schon.

Er: *nickt

Okay. Wir kamen dann zum Ende.
Er sagte „aufgrund von allem, was Sie mir heute erzählt haben, kann ich die Diagnose auf ASS eigentlich bereits stellen.
Aber wir machen das ganz sauber!
Folgendes: Ich schicke Ihnen jetzt per Link ein paar Fragebögen, die füllen Sie aus. Den Bogen zur ptbs dürfen Sie überspringen, die Diagnose existiert ja schon valide, da müssen wir nichts aufreißen.

Wenn Sie mir die Fragebögen zurückgesendet haben, mache ich einen Vorbericht, den gucken Sie sich an.
Wenn es da Missverständnisse gibt, dann räumen wir sie gemeinsam aus und klären das.
Damit alles zusammenpasst und ich nichts schreibe, das nicht zu Ihnen passt.
Dann treffen wir uns nochmal. Und dann stelle ich die endgültige Diagnose und schreibe einen Bericht.
Wenn Sie irgendwelchen Fragen haben, wenn Ihnen irgendwas einfällt, schreiben Sie mir eine Email, ich bin für Sie da!
🥺
Wenn Sie möchten, geben Sie mir die Liste, die Sie da angefertigt haben, ich fände die sehr sehr hilfreich.
(Lunis halten seit Beginn eine 7- Seitige DinA4 Liste auf dem Schoß)

Wir: Was? Ehrlich? Sie denken nicht, dass das zu viel „Lesestoff“ ist?
ER: Nein. ich finde das total hilfreich. Danke danke danke.

Lunis 🥺

Lunis haben seit einigen Minuten nur noch Klos im Hals. Kriegen die Sätze nicht mehr raus. die Luft fehlt. Sprachlos im wahrsten Sinne. Können nicht mehr schlucken, nicht mehr sprechen.

Er, ok, Sie mailen mir, wenn was ist? Lunis nicken.
Alles klar. Wir sehen uns bald wieder. Sie haben das heute sehr gut gemacht. Danke für Ihre Offenheit.

lunis 🥺 Danke?

Und lunis sitzen immer noch hier, schreiben das Gedächtnisprotokoll iund sind nahe am Heulen.
Wir wurden so so so hart validiert und ernst genommen, wie nie im Leben erwartet, erhofft.

Es gibt nicht nur Idioten auf der Welt.
Ich möchte das nicht vergessen. Und egal in welchen Themenbereich IHR da draußen, die das lesen, unterwegs seid: ich möchte euch das auch sagen: Es gibt sie, die Menschen, die einen ernst nehmen. Man muss „nur“ den Mut haben, sie zu suchen.
Und ich will nicht, dass wir das vergessen, dass es von Innen heraus wieder kaputtgemacht werden kann. darum haben wir diesen Beitrag geschrieben.




















Keine Spaltung! + SWR2 Doku in Sicht

Mir geht zu der Absage des Fachkongresses und der „Ausladung“ von Frau Fliss an anderer Stelle noch vieles durch den Kopf.
BItte mag wegen der schnellen Abfolge unser AUFRUF nicht untergehen! Danke.

Und weil ich denke, dass an entsprechenden Beiträgen unsere Gedanken als Kommentar untergehen, schreiben wir noch einen Beitrag.

Also ich habe vor allem auch noch einmal über den Beitrag von Paula Rabe auf Kontaktpunkte nachgedacht.
Ich stimme in vielen Punkten zu. Es ist ein schlechtes Zeichen. Natürlich.
Aber einen Aspekt, dem ich nicht komplett zustimmen kann, picke ich mir jetzt mal raus:
Ich denke auch, dass ein Stück weit auch unsere erlernte Hilflosigkeit zum Tragen kommt, wenn wir Betroffene uns „zurücklehnen“ und die Schuld auf die Therapeuten und Fachmenschen abwälzen, weil sie sich nicht genügend für uns einsetzen.
Erstmal: Weil das Spaltung verursacht. Eine Spaltung zwischen uns uns unseren Verbündeten, den Helfern, den Therapeuten und Forschern. Das ist sicherlich auch ein Stück weit gewollt.
Das sollten wir nicht zulassen.
Wir sollten uns gemeinsam positionieren, Hand in Hand arbeiten, wo wir können und nicht gegeneinander.

Ich denke auch, dass es ein stück weit undankbar ist, den Therapeuten jetzt zu sagen „Aber ihr solltet doch…“ denn im schlimmsten Fall, steht auch deren Existenz auf dem Spiel.
Der Kampf gegen die Leugner und die Skeptiker und die Gesellschaft, die lieber wegsieht, ist kein Sprint, sondern ein Marathon, wie mich die liebe Tina von Dis-Ding gestern erinnerte.

Wenn unsere Helfer beschließen, dass sie der „Gegenseite“ aktuell mit einem Fachkongress mehr in die Hände spielen, hoffe ich, dass sie das gut durchdacht haben und versuche denen und ihrer Einschätzung zu vertrauen.
Niemandem, von uns ist geholfen, wenn die Therapeuten im schlimmsten Fall ihre Zulassung verlieren und sie für niemanden mehr da sein können, ja, nicht einmal mehr „heimlich“ sozusagen. Also gemeint ist: Ohne öffentliches Aufsehen zu erregen, bis sich die Wogen etwas geglättet haben, die Therapien mit ihren Klienten weiterführen.
Weil sie die Wahrheit kennen, weil sie uns glauben, weil sie uns beistehen!

Ich hoffe sehr, dass unsere Helfer, sich austauschen werden, sich Gedanken machen und sich überlegen, wie sie weiter vorgehen können. Reflektiert und bedacht, statt aus überstürztem Aktionismus heraus.

Uns jetzt gegenseitig zu unterstützen ist ganz wichtig. Auch wenn wir als Betroffene härter als die Therapeuten davon getroffen werden, wenn wir invalidiert werden, wenn wir in unsere Muster kippen aus Hilflosigkeit und Machtlosigkeit.
Wir können etwas tun.
Wir können da sein, standhaft sein, uns nicht zum Schweigen bringen lassen. Wir können unseren Therapeuten beistehen, statt ihnen Vorwürfe zu machen und anzufangen, sie zu bekämpfen.

Und wenn wir nicht die Hoffnung verlieren! Ganz ganz wichtig.

Es tut sich was. Immer wieder.
Ich feiere seit heute morgen etwas so so hart.
Am 3.2. Wird es eine Sendung im SWR2 geben. „Falsche Erinnerung? Doku über False Memory und sexuelle Gewalt“
Das Manuskript dazu kann man jetzt schon lesen.
Und ja, an manchen Stellen kräuseln sich einem die Fußnägel hoch….(Wir sind auch noch nicht ganz durch mit dem Lesen) ABER:
Es ist gut. Es werden die richtigen Fragen gestellt, die richtigen Lücken entstehen, um mal nachzudenken.
ich finde bisher das, was ich gelesen habe ziemlich okay.
Und ich freue mich, dass das öffentlich rechtliche Sender an der Aufklärung beteiligen.
Natürlich „schmeckt“ das all jenen nicht, die uns gerne zum Schweigen bringen möchten.

Und was ich persönlich daran besonders feiere ist folgende Reaktion von Bernd Harder, der bekanntermaßen eine der treibenden Kräfte ist, was die Satanic Panic in Deutschland angeht.

Seht selbst:

Quelle

Nun. Das ist doch das, was wir Betroffene seit zig Jahren sagen: es ist sadistisch ritueller Missbrauch. Das ist nicht „perfide“ und nicht „übel“, lieber Herr Harder, es ist FAKT.
Nicht immer hat das etwas mit Satanismus zu tun. Den rituellen Charakter kann man überall finden! In Nazi-Strukturen, in der christlichen Richtung, im Neuheidentum… überall. Und ja, natürlich wird auch Satanismus genutzt, manchmal sogar alles durcheinander gemixt. Man muss „die Feste ja schließlich feiern, wie sie fallen, oder? *Zynismus off
Die „tote schwarze Katze auf der Türschwelle“ weist noch lange nicht explizit auf Satanismus hin.
Es ist nichts anderes, als ein Schnupfen, ein Symptom. Schnupfen, den man haben kann weil….man eine Allergie hat. Daran können sowohl Bakterien oder Viren Schuld sein. Ja, es gab Fälle, da lief Hirnwasser durch ein Leck aus der Nase. 🤷🏻‍♀️
Man kann zwar Vor-urteilen und sagen jaja, hab ich schon mal gehört, Nase laufen, das ist das und das. Aber wäre es ein guter Arzt, wenn der nicht irgendwann mal auf die Ursache des Problems schauen würde, wenn es nicht verschwindet?

Und mir will einfach nicht in den Kopf, wie Menschen, die Betroffene ja gut im Blick haben, das immer noch nicht mitbekommen haben sollten.
Nein, der Absolutismus scheint wichtiger zu sein.
Ja nun, kann man machen, ist dann aber Scheiße.
Wir reden nicht von einer satanischen Weltverschwörung.
Täter sind Täter. Und Täter sind Menschen. Und Menschen tun schreckliche Dinge.
Und Menschen haben Jobs. Überall.
Ja, diese Jobs können den organisierten Strukturen gelegen kommen. Klar.
Es ist so banal, wenn man das so weit herunter bricht, oder?



Aufruf zur Mitwirkung

An alle Systeme und Menschen, die rituelle und/oder organisierte Gewalt erlebt haben.

Hallo ihr Lieben

Das hier ist unser Skript für unser aktuelles Video, wir möchten diesen Aufruf auch hier im Blog mit euch teilen, da nicht alle unsere Videos schauen können.


Hier sind die lunis von DIS-obey, hier ist Mael.
Ich möchte heute einen wichtigen Aufruf starten und euch um eure Mitwirkung bitten, sofern es euch möglich ist.
Zum Hintergrund:
Gesternhabe ich erfahren, dadss der 2. Münchener Fachtag zu organisierter sexualisierter und ritueller Gewalt mit dem Thema „Mechanismen und Strukturen“ abgesagt, bzw verschoben wird. Auf der Internetseite steht wörtlich folgendes:

„Seit mehr als 20 Jahren existiert ein Narrativ zu Ritueller Gewalt, das eine wissenschaftliche Beschäftigung mit dieser Form von Gewalt unnötig verzögert und adäquate Hilfen für Betroffene erschwert: Seitdem Menschen von ihren Erfahrungen Ritueller Gewalt berichten, behaupten andere, diese Erfahrungen seien unwahr.“ 

Auch in der aktuellen Berichterstattung verbreiten sich unterschiedliche Narrative zunehmend. Diese Medienberichte haben keinen direkten Bezug zu unserer Veranstaltung, aber möglicherweise negative Auswirkungen auf Beteiligte, weil sie auch fachliche Verzerrungen enthalten und zum Teil falsche (ideologische) Zusammenhänge herstellen.

Leider haben diese Entwicklungen dazu geführt, dass wir uns als Organisationsteam derzeit nicht in der Lage sehen, einen sicheren Raum für einen offenen und fachlich produktiven Austausch zwischen allen Beteiligten zu gewährleisten. Wir haben uns daher entschieden, den 2. Münchner Fachtag  zu verschieben, bis wir einen sicheren und störungsfreien Rahmen für die Veranstaltung und für die Weiterführung des fachlich und politisch differenzierten Trialogs zwischen Betroffenen, Angehörigen und Fachleuten herstellen können.

Wir bedauern diesen Schritt und haben die Entscheidung nach reiflicher Überlegung getroffen
Zitat Ende.

Man sieht daran sehr gut, wie stark und wie groß der Einfluss ist, den die Satanic Panic Verschwörungstheoretiker derzeit haben. 
Und ich muss sagen, dass mir das ganz und gar nicht gefällt.
Ich möchte wirklich nicht katastrophisieren und euch Angst einjagen.
Ich möchte auch den Skeptikern definitiv nicht mehr Macht über unsere Zukunft zusprechen, als sie tatsächlich haben.
Aber die Tatsache, dass deren Verschwörungstheorie es schafft, Fachtagungen zu verhindern und selbst die Fachwelt, die Forscher, die Therapeuten einzuschüchtern, ist für mich schon ein deutliches Zeichen.
Während die auf der anderen Seite völlig uneingeschränkt ihre Vorträge verbreiten können und das auch tun.

Ich habe auch Internetseiten gefunden, die sich aus der Skeptikerszene an die Unabhängige Kommission zur Aufklärung von Kindesmissbrauch (und ritueller Gewalt) wenden und da anprangern, dass die zu uns Betroffenen halten und auf Bundesebene eine Verschwörungstheorie teilen und diese Kommission damit auch unter Druck gesetzt wird.

Und ich habe gestern überlegt, was wir, wir Betroffene tun können, dass es zumindest bei uns in Deutschland nicht so kommt, wie zB in der Schweiz. 
Dass unsere Regierung, diese Kommission, hinter uns Betroffenen und unserem Helfernetzwerk stehen bleiben kann, dafür vielleicht ein kleines wenig sorgen kann, dass es hier nicht so weit kommt, dass Therapeuten, die betroffene Systeme behandeln, um ihren Job, ihre Zulassung oder gar Gefängnisstrafen fürchten müssen, rein auf der Basis dessen, dass sie uns glauben.
Denn wenn diese Kommission unter dem Druck der Skeptiker einknickt, haben wir hier in Deutschland alle verschissen. Wenn unser gesamtes Helfernetzwerk aus Angst, Betroffene nicht mehr behandelt, sich untereinander nicht mehr vernetzt, haben wir verschissen.
Man versucht, uns alle mundtot zu machen und zu isolieren.

Ich denke, dass wir etwas tun müssen, und das Beste daran ist, dass wir auch etwas tun können. 
Wenn ich mir den Internetauftritt ansehe von der unabhängigen Kommission zur Aufklärung von sexuellem Kindesmissbrauchs, gibt es bisher lediglich 204 Anhörungen und 45 Berichte für den Bereich rituelle Gewalt. Das könnte und sollte meiner Meinung nach viel viel mehr sein.
Für die Bereiche von Missbrauch im allgemeinen sieht es deutlich besser aus. Da gibt es weit mehr Berichte.

Und das ist genau das, worum ich euch heute bitten möchte.
Ich weiß, dass das nicht jedem von euch da draußen möglich ist. Das ist okay.
Aber wer auch immer kann, bitte helft mit.
Mein Traum wäre die Kommission mit Berichten von Betroffenen zu fluten.

Dafür gibt es verschiedene Optionen, von denen ich euch jetzt grob berichten möchte. 
Ihr könnt euch das alles auf auf den Seiten der Kommission nachlesen und euch selbst informieren.

Man kann dort vollkommen anonym anrufen, die Telefonnummer wird nicht übermittelt.
Man kann eine so genannte Anhörung beantragen, die persönlich stattfindet entweder vor Ort (ich denke dann in Berlin) oder per Videokonferenz.
Auch das ist anonym möglich.

Und ich denke die leichteste Möglichkeit für uns Betroffene ist die Tatsache, dass man einen Bericht schreiben kann und vollkommen anonym per Post oder Email oder Kontaktformular
an die Kommission senden kann.
Man kann sich aber auch dafür entscheiden, dass der Bericht, eure Geschichte anonymisiert veröffentlicht wird.

Ich denke das ist nicht nur wichtig dafür, dass die Kommission aus diesen Berichten lernen kann, wie man zukünftig Kindern in Gewaltstrukturen helfen kann, sondern auch, dass sie lernen können, wie schwer es ist diese Form der organisierten Gewalt zu erkennen und aufzudecken.
Und eben vor allem, dass diese Form der Gewalt nicht selten ist!
Dazu gehört meines Erachtens auch ganz genauso jede Form der organisierten Gewalt, die mit dem „Verkauf von Kindern“ oder der Ausbeutung durch Foto und Filmaufnahmen einhergeht.
Je mehr Berichte dort eingehen, umso besser können sie erkennen, dass organisierte und ritualisierte Gewalt keine Verschwörungstheorie ist, sondern eine Tatsache.

Nur durch unsere Mithilfe kann langsam anfangen, sich etwas zu verändern, auch auf politischer Ebene und im Bereich der Strafverfolgung.
Und nicht zuletzt eben, dass diese Kommission hinter uns stehen bleiben kann, während die Skeptiker aka Verschwörungstheoretiker Sturm laufen und so Angebote, wie das Beratungstelefon Berta für Betroffene bestehen bleiben kann.
Es geht um nicht weniger, als dass sie die Situation für uns Betroffene nicht noch weiter verschlechtert, indem die Hilfe und Unterstützung, die wir überhaupt finden können, noch weniger wird.

Es ist nämlich, wie es immer ist bei Verschwörungstheorien: Das ist nur eine laute Minderheit, die versucht ein Narrativ unglaubwürdig zu machen.
Wir Betroffene sind weit … weit in der Überzahl und wir können etwas tun.

Das soll natürlich nicht heißen, dass das für uns Betroffene leicht ist, so einen Bericht zu schreiben.
Ich möchte euch auch ausdrücklich bitten, auf euch selbst aufzupassen und zu gucken, ob ihr ausreichend stabil für so eine Aktion seid.
Bei all der Dringlichkeit, die ich heute vermittle, die ich auch selbst so empfinde, steht das trotzdem an erster Stelle. Ihr selbst und eure Sicherheit.

Euer Bericht muss nicht super detailliert sein, ihr müsst keine Namen, Daten, Orte kennen oder benennen.  
Es geht an dieser Stelle NICHT um Strafverfolgung.

Es gibt auf den Internetseiten einen Leitfaden, Fragen, an denen man sich orientieren kann.
Ich werde euch alle Links auch noch in die Videobeschreibung setzen.
Ich fasse mal kurz zusammen, an welchen Fragen man sich orientieren kann, aber nicht muss, damit ihr einen Eindruck bekommt.
Dort steht ausdrücklich, dass es nicht schlimm ist, wenn man sich an bestimmte Dinge nicht erinnern kann oder welche nicht zutreffend sind. Und dass jeder Bericht vertraulich behandelt wird.

Zu den Orientierungsfragen:

Was geschah?
1. Sind Sie selbst betroffen oder jemand anders?
2. Können Sie sich erinnern, wann oder in welchem Zeitraum der sexuelle Missbrauch stattfand und wie alt Sie waren?
3. Was wollen Sie uns berichten?
4. Wissen Sie, ob es eventuell Zeugen oder Mitwisser gab?

Reaktion des Umfelds, z.B. bei Missbrauch in der Familie
!. Haben Sie mit jemandem über den sexuellen Missbrauch gesprochen?
2. Hat jemand aus der Familie auch davon gewusst?

Tatfolgen

1. Welche Folgen hatte die Tat für Sie?
Gab es z.B. gesundheitliche Folgen? Oder gab es Folgen für Ihre Schulbildung und Ausbildung? Gibt es wirtschaftliche Folgen?
2. Leben Sie jetzt in einem sicheren Umfeld?
3. Gab es Personen, die Ihnen geholfen haben?

Ich finde, diese Fragen sehr hilfreich, sehe aber auch, dass sie an sehr schmerzhaften Stellen rühren.
Aber: Ich selbst werde mich in den kommenden Tagen hinsetzen und einen solchen Bericht anonym verfassen. Und ich kann und werde sehr viele Aspekte da mit hinein nehmen, da ich viel über die Täterstrategien, die auch eine mögliche Strafverfolgung vereiteln und vor allem auch über die Beweisvernichtung weiß und ich hoffe, dass ich damit helfen kann, zu erkennen, warum es so schwierig ist, Beweise für rituelle und organisierte Gewalt zu finden.

Ich denke, dass der Zeitpunkt gekommen ist, wo wir uns als Betroffene nicht in die Ecke setzen dürfen und lediglich still hoffen, dass das alles nicht so schlimm wird, was die Satanic Panic Verschwörungstheoretiker noch anrichten können.
Ich fühle mich mit dieser Entscheidung das selbst zu machen und euch auch dazu aufzurufen mitzuhelfen, ganz gut. Denn es ist immer gut, wenn man merkt, dass man einer Situation nicht vollkommen hilflos ausgeliefert ist.

Ich habe auch bereits ein fertiges Skript hier liegen, das sich um die Strategie der Skeptiker dreht, die ja im Grunde auf Diskreditierung von Betroffenen und Propaganda basiert.
Und dafür habe ich ein gutes Beispiel, das das belegt und deren „Arbeitsweise“ offenlegt.
Das wollte ich ursprünglich letzte Woche veröffentlichen und dann hatten wir es nicht geschafft, das Video aufzunehmen. 
Jetzt hat dieser Aufruf Priorität. Das eben erwähnte kommt dann als nächstes

Ich finde es nämlich ohnehin spannend, dass eine angebliche Verschwörungstheorie, also die der rituellen Gewalt mit Hilfe einer tatsächlichen Verschwörungstheorie „ausgemerzt“ werden soll.
Denn die Verschwörungstheorie der Skeptiker ist ja ein weltumspannende Netzwerk von Therapeuten, die an rituelle Gewalt glauben und ihren Klienten diese einreden.

Es ist eigentlich lächerlich und albern. 
Aber für Außenstehende ist unsere Situation und unsere Erlebnisse schwer nachzuvollziehen, 
Und weil diese Skeptiker so selbstbewusst auftreten und sehr reißerisch und in Absolutismen berichten, ich es für Außenstehende auch schwer, zu verstehen, warum deren Berichterstattung falsch ist.

Aber gut, darüber haben wir schon einmal gesprochen.
Wer noch nicht mitbekommen hat, warum wir die Menschen, die für die Satanic Panic eintreten als Verschwörungstheoretiker einsortieren, kann sich gerne dieses Video von uns, auch noch ansehen.

Wir machen weiter. Wir bleiben hier stehen. Und wir sind dankbar für jeden Menschen, für jedes System, das sich hier an unsere Seite stellt.
Ganz besonders nach unserem letzten Video danken wir auch für eure Solidarität, die ihr uns gezeigt habt.

Und auch dieses mal, bitte unterstützt uns. Liked, teilt, kommentiert. Erzählt euren befreundeten Systemen von diesem Aufruf oder teilt diesen Plan auf Instagram oder wo auch immer.
Ich weiß, dass nicht jedes System in der Lage ist, unsere Videos anzuschauen.
Lasst uns zusammen etwas erreichen. Jede Stimme zählt. Je mehr Berichte eingehen, umso glaubwürdiger werden wir da stehen, weil immer wieder Parallelen existieren.
Lasst uns auch laut werden!

Danke schön.


P.S. Man darf noch hoffen, oder?
Explizit dürfen sich dort auch anonym Zeugen dieser Gewalttaten melden!
Wenn du Zeuge gewesen bist oder Familienangehöriger, der bisher geschwiegen hat oder jemand, der/die noch immer unter dem Einfluss der Täter steht, oder für ein gewisses Schweigen bezahlt wurde….
kann mithelfen und zumindest durch einen anonymen Bericht etwas für die Opfer tun, und dennoch sein „Gesicht“ wahren.

Schlimmer geht immer

Man sollte meinen, das ist der dümmste Satz der Welt.
No.
Schlimmer geht immer.

Denn jetzt bricht auch unser abw weg.
Frau abw ist schon seit Monaten krank. Keiner weiß, ob die je wieder kommt.
Herr abw hat gekündigt. Vermutlich wird er wegziehen und nicht zu einem Anbieter wechseln, zu dem wir hinterher könnten.

Tjoah. Dinge verändern sich, ne?
Bei dem Anbieter ist sonst niemand, mit dem wir „arbeiten“ wollen würden.

Es bleibt einfach nichts.
Ich will hier wirklich nicht herumjammern. Andere haben es noch schwerer als wir.

*

Therapiestunde. Auszug:

Ich weiß nicht genau, wer wer ist, mir klatschen nur die „nassen Waschlappen“ durchs metaphorische Gesicht, während ich? jemand? verzweifelt versuchte, nach Außen die Fassung zu bewahren, nachdem uns auf dem Weg zur Therapie im Auto jegliche Hoffnung geraubt wurde, dass wir zumindest noch das abw haben oder es einen Weg gäbe, das zu behalten, nachdem es vage schon am Freitag hieß, dass es da „Probleme“ geben wird.

Die Fassade sagt „Alles nicht so schlimm.“
Hier, Frau vdH 1 Witz“, bisschen lachen, überspielen.
Ich komme klar, komme ich doch immer, oder?

„Jetzt mach nur kein Drama“

Die Horde Kinder, bestehend aus „Angst“, „Allein und Verlassen“ fürchten dass die Therapie in vier Wochen vorbei oder mindestens unterbrochen ist. Und es fühlt sich an wie „Ich muss sterben“.

„Jetzt mach nur kein Drama“

Sie hören, dass der Antrag noch nicht einmal geschrieben ist und „Angst“ sitzt daraufhin vor und zurückwippend in der Ecke des Hirns und sagt gar nichts mehr.

„Jetzt mach nur kein Drama“

Tess, die Verständnis für alles und jeden hat, versteht natürlich, dass Thera noch andere Klientys hat und die sind natürlich wichtig. Es gibt noch andere, dringendere Fälle und Dinge zu erledigen. Ganz so, wie Frau vdH es dann auch entschuldigend erklärt.

„Jetzt mach nur kein Drama“

Der Selbsthass ist eh immer wach und argumentiert, dass wir ja ohnehin immer nur „wollen“, scheiß Parasit, kriegst nie genug. Du hast dein Attest, was willst du mehr? Jetzt warte einfach ab und haltet alle die Fresse. Man muss auch mal zufrieden sein.

„Jetzt mach nur kein Drama“

„Keine Therapie, kein Bewo mehr, keine Therapie, kein Bewo mehr.

„Angst“ schaukelt vor und zurück, „Allein und Verlassen“ hört sich die eigenen Dämonen an,. bestehend aus „Das hat man davon, wenn man sich an jemanden bindet, hättest du das mal gelassen, täte es auch nicht so weh.

„Selbstschuld“ stimmt heftig nickend zu.

„Jetzt mach nur kein Drama“

„Stell dich nicht so an. Du bist nur ein Kind, du hast hier gar nichts zu melden. Du verstehst ja nur die Realität nicht. Werd erwachsen!“

„Jetzt mach nur kein Drama“

Mehrere Teile „Selbstschuld“ vermelden dazu, dass wenn wir besser darin wären, zu heilen, und nicht zu verdammt dumm dazu wären und unfähig irgendwas mal „zum Guten“ zu wenden, wäre das Problem auch schon gelöst. Dann hätten wir die Kinder längst integriert und es gäbe gar keine so dummen Ängste mehr.
Was brauchst du auch Therapie?

„Na dann sind wir halt allein“, sagt Parasit. „Dann gehen wir niemandem mehr auf die Nerven.“
Uns wird man ja sonst nicht los. Ich bin ja wie eine elendige Klette.
Wenn ich mich am Bein kleben hätte, würde ich mich auch vom Auto überfahren lassen, nur um mich loszuwerden.
Also ist Job kündigen, um mich loszuwerden doch eine gute Option, oder? Und so viel gesünder!

„Jetzt mach nur kein Drama“

Tess erinnert daran, dass es „einen Plan“ gibt, um weiter machen zu können.

Der „Realist“ sagt „Ich glaubs erst, wenn ichs sehe. Bis dahin gehe ich davon aus, dass es scheitert und das hier endet.
Und das völlig unvorbereitet, weil ihr alle, inklusive Finnja nicht bereit seid, der Wahrheit ins Auge zu sehen.
Einen Fakt nicht zu akzeptieren und ihn deswegen zu ignorieren ist schlichtweg nur dumm.

Teil „Eiskalt“ sagt „Ich muss noch die Wohnung zu Ende schön machen“ Bevor….

„Jetzt mach nur kein Drama“

Die Stunde geht irgendwie weiter. Irgendwie beginnt ein Flashback? Auf jeden Fall Luftparas. Die haben wir grade wieder öfter.
Die Stunde ist vorbei, ohne dass ich noch weiß, wie.
Ich weiß nur, dass vieles wichtig wäre, aber nichts davon Platz bekommt.

Ich weiß auch nicht. Vermutlich ist bei uns Hopfen und Malz verloren.


Ein ganzer Eimer Sand

Verwirrung und Sprachlosigkeit herrscht eine Reihe hinter mir.
Sie sind es nicht gewohnt, nicht mit ihren Argumenten durchzukommen, würde ich sagen. Aber das klingt ein bisschen fieser, als ich das eigentlich meine.

Es ist gerade unglaublich schwer, Worte zu finden.

Grundsätzlich ging es in der Therapiestunde gestern um den Plan B, falls der Kostenträger für Wiedereingleiderungsleistungen unseren Widerspruch zurückweist. (Obwohl der wirklich wirklich gut ist! So viele hübsche Paragrafen *höhöhöhö)
Das erfahren wir aber erst in Wochen, was der nun bringt und was nicht. Unsere Sachbearbeiterin ist krank. Und das noch mindestens die nächsten 10 Tage. Da die aber schon seit Wochen krank ist, könnte das durchaus auch noch länger dauern.

Plan B beinhaltet unter anderem, einige Stunden privat zu bezahlen und mit Krankenkassenstunden und dem Rest, der noch übrig ist vom Fonds abzupuffern. Aber auch beim Fonds müssen wir noch ca 3 Monate warten, bis unser nachgereichter Antrag bearbeitet wird.
Frau van de Himmel machte schon vor langer, langer Zeit das Angebot, dass sie einen geringeren Betrag für die Stunden von uns nehmen würde, damit wir uns das auch leisten können.

Aber, wie ihr schon im letzten Beitrag lesen könnt, ging einiges bei uns ab.
Volles Programm … buchstäblich.

Im Grunde genommen, kann ich zusammenfassend sagen, dass die Programme, die unsere Schlechtigkeit betreffen, dafür sorgen (sollen?), dass wir die Therapie jetzt, zu diesem „günstigen Zeitpunkt“ abbrechen.
Diese vor sich her getragene Schlechtigkeit und Toxizität, belastet schon seit einer Weile die therapeutische Beziehung.
Weil diese Innenpersonen zurückweisend sind, Frau vdH vor den Kopf stoßen und eigentlich permanent darum betteln, dass sie sie verletzt, zurückweist und ihre Schlechtigkeit bestätigt.

Sämtliche Therapieabbruchprogramme und Manipulationen von Innen oder durch Täter, haben in den letzten zwei Jahren nicht zum Erfolg geführt.
Auch, weil es im Inneren welche gibt, die dafür sorgen, dass man da bleibt, die Impulse komplett ausbremsen, wenn es darum geht, die Stunde vorzeitig zu verlassen oder Ähnliches.
Jetzt haben wir aber eine geringfügig andere Situation. Es gibt keinen Kostenträger, der sich zuständig sieht.
Die Gefühle im Inneren, die auf uns alle übergreifen, sagen „Ja, dann eben nicht“
Es kippt in Kälte, Abwesenheit, Stillstand, Überleben. Kippen in Ideologie, selbst im Alltag, ohne dass sie es bemerken.
Diese Schlechtigkeit schreit jetzt zusätzlich, da klinkt sich etwas ein, dass wir es keinesfalls verdient haben, dass die Therapie weiter geht. Schon gar nicht, wenn Frau vdH dafür nicht „anständig bezahlt wird“.

Und das greift eben wunderbar auf uns alle zu.

Während ich gestern eigentlich versuchte, einen Kompromiss aushandeln, mit dem Frau vdH und diejenigen im Inneren leben können, kippte selbst bei mir alles in „Es muss möglichst viel Geld sein, halber Satz ist nicht okay.“
Wir sind so furchtbar, schlecht und nervig und belastend und zu viel und und und, dass es absolut nicht tragbar ist, dafür auch noch weniger Geld zu bezahlen, dass das jemand aushält. Unerträglich!
Jeder neue Versuch der Rechnung (und wir haben alle dazu eine ordentliche Portion Dyskalkulie), brachte mich näher an das Gefühl „Das geht so nicht, das ist viel zu wenig“.

So wurde Frau vdH unsere gesamte finanzielle Situation offengelegt, damit argumentiert, dass wir nicht arm genug für so ein Angebot seien (das solle sie doch wirklich bedürftigen Menschen machen), aber nicht reich genug, um das selbst zu stemmen, schon gar nicht zum „vollen Preis“, der ja aber notwendig ist weil….#lasst uns noch eine Runde durch unsere Schlechtigkeit fahren, bitte….
Und dass es ja auch nicht aushaltbar ist, dass der MM mit darunter leidet, wenn wir so viel Geld für unsere „Kaputtness“ ausgeben. Weil man sich dann auch nichts Vernünftiges mehr zu Essen kaufen kann. Das wäre für uns ja okay, das kennen wir, das können wir aushalten. Aber das darf den MM nicht betreffen! Keinesfalls.
Des Weiteren wurde von Innen damit argumentiert, dass wir uns ja auch einfach einen Job suchen könnten, statt immer nur zu jammern und anderen Leuten auf der Tasche zu liegen, wenn wir das wirklich wollen würden….würden wir das doch tun. #schlecht schlecht schlecht, böse, faul, manipulativ……

Im Gurnde muss man also sagen, dass „tausend gute Gründe“ gefunden wurden, warum die Therapie jetzt enden MUSS.
Und ich denke, dass unsere Täter auch genau das auslösen wollten. Das Programm läuft ja nun auch schon einige Zeit zunehmend.

MM seinerseits sagte schon am Wochenende, nach unserem letzten Blogbeitrag, ob wir wüssten, dass wir volles Rohr Programme fahren und dass er es auf keinen Fall einsieht, dass wir die Therapie unterbrechen.
Da wir vermutlich nach den zwei Jahren Pause noch weiter „unten“ anfangen würden (da ja Täterkontakte), als wo wir vor von jetzt aus gesehen vor 2 Jahren bei Frau vdH angefangen haben. Wollte uns dazu „zwingen“ weiter Therapie zu machen. „Ihr geht da weiter hin, komme was wolle“. Erntete aber sehr viele „No-Way“, weil man ihm das ja nicht zumuten kann und ein höhnisches „Willste mich fesseln und knebeln und dahin schleppen?“

Aber auch Frau vdH möchte unbedingt die Therapie weiter führen.
Und nun komme ich endlich auf den Eimer voll Sand zu sprechen, den sie gestern ins Getriebe gekippt hat.
Der dafür gesorgt hat, dass die Programmfraktion „Ich bin schlecht, ich bin es nicht wert, ich kann dich für deine Arbeit nicht mal anständig bezahlen, also machen wir keine Therapie mehr“, im Moment einfach komplett sprachlos ist und ich glaube einige Schwierigkeiten haben, um die Worte von gestern wieder auszuhebeln.

Frau vdH begann die Stunde damit, dass sie sagte, dass wir die biografischen Gründe für alles das, was ihr da entgegenkommt, nicht innerhalb der nächsten, noch übrigen, vier Stunden aufarbeiten können, um es zu ermöglichen.
Dass sie zwar sehr viel Wert darauf legt, dass alle von uns gehört werden und alle Bedürfnisse ernst genommen werden, uns das aber gerade „nirgendwo hin führt“ (außer eben in den Therapieabbruch).
Dass sie deswegen jetzt die Entscheidung trifft, dass wir weiter machen und unterbreitete uns einen detaillierten Plan.
Diesen Plan kann ich nicht einmal im Kopf behalten, das wussten wir bereits, als sie diesen anfing zu erklären und somit haben wir jetzt eine Sprachaufnahme davon, zum immer wieder anhören.
Aber dieser Plan könnte funktionieren falls das mit der Wiedereingliederung eben nichts wird. Plan B sozusagen, der uns auch etwas den Druck raus nimmt, dass in vier Wochen die Therapie vorbei ist, wenn sich bis dahin niemand entscheidet, uns zu helfen.

Sie sagte zu denen, dass sie das jetzt einfach aushalten müssen, dass sie weiter für uns da sein wird. Auch mit weniger Gehalt für die Stunden, wenns sein muss. Dass sie das jetzt entscheidet, weil das nunmal ihre Entscheidung ist, ob sie damit leben kann, oder nicht.
Sie sähe, dass unsere Therapie „irgendwo hin führt“ und wir wären es wert, dass man uns hilft, dass mal jemand für uns da ist. Und sie möchte dieser Jemand sein.

Daraufhin kam wieder ein Schwall von Ablehnung, den sie konterte damit dass sie sagte, dass sie nur so mit uns umgeht, wie wir mit anderen DIS-Menschen umgehen. Denen wir ja auch alles wünschen, denen wir ja auch sagen, sie wären es wert und so weiter….
Und sie wisse, dass das sehr schwer und sehr schmerzhaft wäre, das jetzt auszuhalten, aber…. sie ist da, sie bleibt.

Diejenigen saßen da, atmeten irgendwie seltsam, und ich weiß nicht, wie wir von Außen wirklich aussahen, aber mir tat sich das Gefühl auf von einem Reh im Scheinwerferlicht, das realisiert, dass es gerade beinahe vom Auto überfahren worden wäre, und sich nicht entscheiden kann, ob es froh darüber ist, dass das Auto 3 cm vor dem Reh gestoppt hat oder traurig, weil es eigentlich in suizidaler Absicht vor das Auto gerannt ist und nun (leider) immer noch lebt.
Oder irgendwie beides…gleichzeitig, aus unterschiedlichen Ecken.

Und so fühlt es sich gerade innerlich auch an. Wie eine Vollbremsung… Stille….
Ein leises „aber….aber….aber….“ ohne Worte für nach dem „Aber“ zu finden.

Ein Anteil von uns, die in der Lage ist, Gesagtes nahezu wörtlich abzuspeichern, war gestern sehr da, sehr wach und hält das Gesagte weiter aufrecht, wenn es wegkippt.

Es gibt ein bisschen Erleichterung, dass nun ein Plan B existiert, der machbar erscheint, der zwar bedeutet, dass wir hin und wieder vermutlich Stunden privat bezahlen müssen, aber das schaffen wir irgendwie, weil der Plan gut gestrickt ist und das vermutlich nur selten vorkommen wird.

Schauen wir mal weiter….

Veränderung

Alles muss raus!

Wir misten aus. Befreien die Bude von unnötigem Ballast, der ohnehin nur in den Ecken herumsteht für „irgendwann mal wieder“. Nur, dass „irgendwann“ halt so gut wie nie ist.
Kann man also drauf verzichten.
Ich will gar keinem erzählen WIE viele Säcke an Altkleidung wir heute gespendet haben. Das ist beschämend. Dieser ganze Konsum. Zeug, das ohenhin niemand braucht. Klar, über Jahre gesammelt, aber trotzdem….
Einzelinteressen, die am Ende doch keiner anzieht, weil …. es überfoerdert.
Kleidung, die zwickt, die sich ins Bewusstsein drängt, an der man ständig herumzuppel muss….und die deswegen so gut wie nie getragen wurde, kann weg. Was soll ich damit?
Dinge ändern sich.
Es geht uns…ok. Mindestens.
Dinge ändern sich.

Ballast muss weg.
Dazu gehört auch die Diary of Dreams Deko,
Die emotionale Verbindung dazu ist schon vor Jahren gebrochen. Wir haben bis jetzt darum gekämpft, dass sie wieder kommt.
Sozusagen unser „Spezialinteresse“ und das, was die komplette Dekoration der Wohung ausmachte. Leben zwischen Albumcover in Bilderrahmen und unterschriebenen Konzertkarten.
Es bedeutet schon lange nichts mehr. Nicht wirklich.
Wir haben darum gekämpft, dass es wiederkommt. Der Bezug und alles. Demnächst gibt es ein neues Album.
Ja, man ist neugierig darauf. Insgeheim hofft man, dass das irgendeine Verbindung wiederherstellt. Aber…tja…tot ist tot.
Und selbst wenn..brauche ich dann die gesmate Deko noch?

Seit Jahren haben wir uns geweigert die Deko abzunehmen, weil es ein Loch hinterlässt. Ein Loch, das gefüllt werden will.
Aber jetzt macht es uns nichts mehr aus. Dann ist da halt ein Loch.
Vielleicht macht ein sichtbares Loch ja Lust darauf, etwas neues zu finden, das irgendwie berührt?

Alles verändert sich. Es ist Zeit, sich damit abzufinden.
Illusionen loszulassen.

Das ist doch etwas Gutes, oder?

Genauso, wie Zeit ist, von der Illusion loszulassen, dass es Hilfe gibt.
Seien wir mal ehrlich. Egal wie viel Bindung zwischen dir und deinem Therapeuten da ist. Am Ende sind die auch nur Huren.
Darauf angewiesen, die Therapeuten und wir, dass sie jemand bezahlt.
Und wenn das niemand tut. Na dann…. Goodbye.
Auch, wenn sie sagt, sie nimmt ganz ganz viel weniger Geld, damit wir ab und zu mal selbst bezahlen und kommen können…das ist nicht aushaltbar. Das, was sie macht, ist mehr als das, was sie bisher bezahlt bekommt.
Und ich kenne uns…wenn da ein Kontakt ist, wir mehr daraus als das ein oder zwei Mal im Monat, weil ich mich nicht unter Kotrolle habe. Und dann doch mehr Kontakt da ist. Viel mehr, als sie bezahlt bekommt.
Ich habe mich nicht unter Kontrolle. Dabei geht nur alles oder nichts. Oder ich kann es nicht händeln.
Und Nichts ist in dem Fall dann besser.
Besser als das ganze Craving nach Kontakt, nach Hilfe. Pffff
No. Ich bin schon so Schmarotzer genug. Nein. Ich will so nicht sein. Und weil ich mich kenne….
Es ist besser so.
Besser nichts.

Frau vdHimmel hat nicht viel Hoffnung, so scheint es (auch, wenn sie zwischendurch etwas anderes behauptet), dass unser Antrag durchgeht. Ich damit auch nicht (mehr).
Obwohl wir kurz vorher noch das Gefühl hatten, wir hätten denen mit unserem Widerspruch richtig in den Arsch getreten.
Jaja die sagen: die Krankenkasse ist zuständig. Aber die weigert sich nunmal. Pech gehabt.
Manche fragen sich, warum körperlich chronisch kranken Menschen ihre manchmal extrem teueren Dauermedikamente gewährt werden. Bis zu 20.000 Euro im Monat. Wenn es dumm läuft. Aber da meckert niemand. Brauchst du Psychotherapüie, kann man dir sagen „jetzt muss mal gut sein“, braucht due ein extrem teuers Medikament gegen Ms oder Bluthochduck oder hast du vielleicht eine Transplantation gehabt und brauchst etliche Medikamente sozusagen „für immer“? Kein Thema.
Sobald man psychisch chronisch krank ist? Nope. gehen sie doch zu x und x sagt „neee“ hier nicht, gehen sie nicht über Los, ziehen sie keine Hilfe ein, und gehen sie zu z. Z sagt häh? Nein aber y ist zuständig.
Als chonisch kranker Mensch muss man sich dann darum kümmern und das aussitzen.
Naja. Was laber ich?

Dinge ändern sich.
Es wird Zeit, sich von Illusionen zu trennen.
Auch davon, dass wir Hilfe haben.

Keine Sorge, wir kommen klar.
Wir haben noch 5 Sitzungen, zwischen denen wir uns an den Gedanken gewöhnen können, dass wir alleine klar kommen müssen und werden.

Ich bin kalt.
Ich bin bereits abgenabelt. Ich brauche das nicht. Es tut fast nicht mehr weh.
Ich werde überleben, wie die Kakerlake die Atombombe.
Mein Leben hat mir gezeigt, wie man das macht.
Und das ist auch nichts Schlechtes.

Ich bin hart. Ich kann alles überleben. Man hat mich für diese Welt gestärkt.
Zeit, von der Illusion abzulassen, die einem erzählt wird, dass das Leben etwas anderes sein sollte. Dass einen das nicht stark macht sondern kaputt.

Das Gegenteil ist der Fall.

Alles muss raus.
Frauen, Kinder und Illusionen gehen zuerst von Bord.
Die Ratten haben das sinkende Schiff längst verlassen. Sie sind in Sicherheit. Sie werden immer schwimmen.
Sie wissen, wo „Norden“ ist.

Es ist erleichternd.
Wir starten neu.
Alles muss raus.


P.S. bitte keine Tipps, wie man noch Stunden bekommen könnte. Wir haben alles durch. Und wenn ich sage alles, meine ich alles. Wir sind nicht blöd.
Es ist vorbei.
Wir sind nicht Krösus.

celavie

Es ist okay. Wir sind okay. Alles ist gut.
Es ist vorbei. Alles verändert sich und am Ende ist das auch gut so. Wer weiß, was es bringt.

Es ist vorbei










Ob man das tun sollte?


Viele haben gestern nach der Veröffentlichung des Videos gefragt „oh, lunis? Seid ihr ok?“
Weil wir, wie Valentin sagte, schon lange nicht mehr dermaßen durch den Wind und fertig aussahen.
Und nein, wir sind nicht ok, fürchte ich.

Ich kann nur sagen, für uns war das, was man sehen kann, ein noch recht tragbarer Zustand. Weil wir zumindest etwas „hinbekommen“ haben. Und nicht, wie die letzte Zeit beim Skripten, Blogbeiträge verfassen, Emails schreiben….nach drei Sätzen verzweifelt abbrechen müssen, weil der Kopf einfach nichts ausspucken möchte, das Sinn und Zusammenhang hergibt.

Das da ging. Mit einer gehörigen Menge an Trotz und jede 5 Minuten ausnutzen, in denen man gerade denken kann.

Fassen wir zusammen:
Diese Woche Täterkontakt(e), einer davon direkt vor der Therapie, vermutlich mit Drogenzusatz. Stand gestern, als wir das schrieben seit 48 Std nicht geschlafen.
Körperlich angeschlagen. * buchstäblich (Haematome)
Ziemlich „durch“, totalüberflutet von jeder Kleinigkeit. Dazwischen haben wir das Video aufgenommen, geschnitten und hochgeladen. Den Haushalt gemacht, einen sehr radikalen (wir müssen mal ausmisten!) Frühjahrsputz angefangen UND das Bundesteilhabegesetz gelesen, die Hälfte vielleicht verstanden mit Müh und Not und Hilfe von MM, UND den Widerspruch gegen die Ablehnung der Therapiestunden vom Träger für Wiedereingliederung und Leistungen zur Teilhabe, geschrieben.
Weil die meinten „Das ist nicht unsere Zuständigkeit, gehen se mal los und machen OEG“

Ja klar, mache ich OEG, logo. „Mal eben“ geht ja auch schnell, nä? Und ist auch gar nicht destabilisierend. Und das dann natürlich auch ohne Therapie, weil die ja niemand bezahlt. Ja gute Idee. Genauso gerne schieße ich mir in den Kopf.
Mal ehrlich…..

Uff.
Dazwischen einen auf kopfloses Huhn gemacht. Die letzte aktive Gehirnzelle, die den Widerspruch schreibt, rennt im Kreis und macht nur noch „ahhhhhhhhhhhhhh“ oder wahlweise „Ha! Ich habs, damit krieg ich euch dran, ihr Ficker. Warum muss ICH eigentlich euren Job machen? Von wegen, nicht zuständig!“

Und ist ja nicht so, als gäbe es vom Sozialgericht bereits einen Präzedenzfall, dass die sehr wohl Therapiestunden als Leistung anerkennen müssen.

Und DAZWISCHEN: Bevor wir das neueste Video veröffentlicht hatten, haben wir uns noch mit mehreren Menschen einige Stunden die Köpfe heiß geredet.
Die Fragen lauteten zum Beispiel: „Warum etwas auf YT hinübertragen, das „wo anders“ stattgefunden hat? Warum Leute darauf aufmerksam machen? Die meisten wissen von den Vorwürfen, die an euch gerichtet wurden, nichts.
Lunis Antwort DARUM!
Naja wir haben schon unsere Gründe, die werden wir aber hier niemandem auf dem Silbertablett servieren.
#Feindliestmit, nä?
Aber wir wurden verstanden.

Aber durch die Gespräche mit den Leuten, wurde uns selbst klar, dass wir und warum wir das machen möchten.
Und es ist einfach wundervoll, dass wir diese Menschen in unserem Leben haben, die man fragen kann. Die mit gucken, mit denken, mit uns Dinge durchdenken.
Wir sind dankbar dafür. Und das wiederum ist nicht, das uns mal eben leicht über die Finger gleitet, selbst wenn wir so empfinden, weil wir mit dieser Art von Denkweise irgendwie nicht „können“.
Das hat bei uns gleich miese Assoziationen. Aber trotzdem ist es ja so.

Auch, wenn es anstrengend ist, wenn wir sowieso schon so fertig sind, zu diskutieren….
Es ist wundervoll, nicht auf sich allein gestellt zu sein und danke an all die, die uns so großen Rückhalt bieten und ihre Zeit aufwenden und ihre Köpfe mitrauchen lassen. ❤

Während MM meinte, wir würden damit nur tausende Zuschauer dazu bringen, uns zu misstrauen, waren andere …. ja nun … anderer Meinung.
Es ist völlig absurd, nach dem Hinweis auf „Täter wollen dass man uns misstraut“ noch zu sagen „ja dann misstraue ich auch, danke für den Hinweis“, so ähnlich schrieb es Valentin. 🖤
Und räumte damit auch unsere Restzweifel aus.

Als das Video online war, sah es auch Frau vdH und erfuhr erst dadurch von diesem Thema überhaupt. Es war bisher kein Raum dafür gewesen. Sie schrieb „Ich bin schon sehr dankbar, dass ihr so reaktante Fucker seid 😊“

Höhöhöhö sie hat „Fucker“ gesagt, freut sich jemand n Keks drüber. Und die Erleichterung ist spürbar, dass sie nicht schreibt „Sagt mal lunis, seid ihr DUMM?“
Hätte ja sein können, oder?

Und die vielen lieben Kommentare auf yt zeigen, dass wir verstanden wurden, dass wir Rückhalt haben.
Was uns unglaublich viel bedeutet.

Und auch Tina (DIS Ding) sagte „Lunis, das ist ja genau das, was euch ausmacht. Deswegen hegen wir absolut keine Zweifel oder Vorbehalte gegen euch. Wir misstrauen euch nicht, weil ihr offen seid. Weil ihr euch um Tranzparenz bemüht und weil das immer kongruent ist. Wir würden das nicht so (offen) machen, aber ihr seid halt so und das ist auch eine eurer Qualitäten“ *awwwwwww

Und ja. Mal abgesehen davon, dass wir gar nicht die Fähigkeit besitzen, irgendwie Dinge zu umschreiben und es auch nicht wollen. Wir sind gradlinig. Es liegt uns anders nicht.

Und ich glaube immer noch, dass das in einer Welt, die Welten, aus denen wir kommen, etwas ist, das unser Vorteil ist.
Keine Doppelbotschaften. Kein bullshit, keine Lügen.
Selbst wenn wir schlecht dabei wegkommen, stehen wir dazu.
Und da merken wir, dass das ein Punkt ist, an dem wir wirklich einfach auch _wir_ sind.

Natürlich, da, wo wir herkommen kriegt man dafür auf die Fresse.
Aber das konnte man uns irgendwie nicht austreiben *gnihihi

Reaktante Fucker…. Tjoah…

Parallel dazu haben wir….und jetzt ist es weg.
Was haben wir? Wollten wir?….ähhhhhh
Achja: Fast permanent das Gefühl gewürgt zu werden. Sehr fein. Ja.

So, ich glaube, das wars.

Nasty Shit

Wir haben eine schwere Zeit, muss ich gestehen.
Alles, was bei uns derzeit „abgeht“ (und das schwer, nur sehr schwer in Worte zu fassen ist, weswegen wir in letzter Zeit wenig schreiben), zielt von unseren Tätern darauf ab, uns zu isolieren und deswegen schreiben wir heute darüber.

*

Der wichtigste Punkt bleibt das „ficken“ jeder Beziehung. Es gibt keine akkuratere Beschreibung dafür, als das. Verzeiht die Wortwahl.
Täter möchten gerne, dass wir alleine da stehen. Ganz allein.

So inszenieren sie an allen Orten, die sie erreichen können, dass Misstrauen und Angst uns gegenüber herrscht.
Fake Claims ziehen nicht mehr, bringen uns nicht zum Schweigen.
Bestrafungen, die wir für unsere Öffentlichkeit einstecken, reichen nicht aus, um uns zum Verstummen zu bringen.
Bedrohliche Kommentare bringen es auch nicht.

Etwas Neues muss her!

Man muss die Menschen aktiv von uns trennen, indem man sie direkt angreift? Vielleicht.
Ich kann meine Hand nicht dafür ins Feuer legen, dass es nicht so ist.
ABER: man muss folgendes dabei bedenken:

In der Regel trifft das natürlich die Menschen, die uns nahe stehen und nicht diejenigen, die uns vollkommen egal sind.
Denn schließlich ist das Ziel, dass man uns „fallen lässt“, sich von uns abwendet, weil wir …naja kurz gefasst…schlechte Menschen sind oder eine Gefahr für andere darstellen.
Damit wir kein Gegengewicht zu den Tätern mehr haben werden. Damit wir alleine da stehen.

Selbstverständlich kann ich nicht ausschließen, dass es auch Menschen trifft, die uns nicht mal wohlgesonnen sind, damit noch mehr Schlechtes über uns verbreitet wird.
Kann aber auch sein, dass es Zufälle gibt. Dass manche Menschen nur so tun, als ob es so wäre.
Wie könnte man uns besser verletzen? Wie besser angreifen?
Wie bereits gesagt, haben Menschen, die uns nicht wohlgesonnen sind, leichtes Spiel, Geschichten über uns in die Welt zu setzen, die manche auch glauben werden.
Das ist halt das Problem, wenn man öffentlich ist…. man macht sich immer irgendwie angreifbar.
Aber das gilt im Grunde ja auch für jeden, der irgendwie als System öffentlich ist. Aber dazu komme ich gleich.

Andersherum wird uns gerade durch verschiedenen Täterszenarien suggeriert, wie schlecht wir in Wahrheit sind.
Was uns zuletzt in eine herbe suizidale Krise gebracht hatte (die aktuell nur gut dissoziiert, aber keinesfalls gelöst ist), damit wir uns selbst isolieren.
So, dass wir es aus uns selbst heraus für besser halten, uns von anderen Menschen fern zu halten und die Bindungen selbst brechen, aus vielen vielen furchtbaren & emotionalen Flashbacks heraus, die allesamt auf der Überzeugung aufbauen, dass wir toxisch, schlecht und natürlich falsch sind.
Und natürlich dockt das an, an den Anteilen, die ja bereits auch öffentlich gesagt haben, dass sie Opfer-Täter waren.
Da ist es natürlich besonders leicht, die „guten alten Schuldgefühle“ zu wecken.
Soooo praktisch für alle, die uns nichts Gutes wollen, nicht nur für Täter.

Alles das … hat es im Moment bereits geschafft, dass keine emotionale Bindung mehr an Frau VdH besteht.
Dazu gehörten nicht nur Suggestionen, sondern auch Therapiesitzungsinszenierungen mit einer Fake Frau vdH, die uns in einer Tour erzählt, wie schlecht wir sind, wie nervig, wie wenig sie uns glaubt. Dass es ja doch nur immer der selbe Scheiß ist, den wir erzählen, dass wir damit aufhören sollen, sie zu belästigen, dass sie froh ist, dass die Stunden bald aufgebraucht sind, sie uns ohnehin nicht wieder sehen will, dass wir histrionisch sind, nur Aufmerksamkeit wollen, dass wir Wahnvorstellungen haben und so weiter und so fort.

Und wenn man dieses Zeug den ganzen Tag im Kopf widerhallen hört, ist es natürlich extrem schwer, sich ihr anzuvertrauen.
Grundsätzlich schwer, das erstmal überhaupt in Frage zu stellen und dann daran zu glauben und das dann vor lauter Dissoziation halten zu können, dass sie all das nicht gesagt hat.
Und jede Nacht wiederholt sich der Flashback, und hält sich, wie Frau vdH sagte „Selbst schön frisch und knusprig“.
Wir: „Ja, wie in einer Tupperdose“.
Während dessen wir uns den gesamten Tag über fühlen, wie betrunken. Kennt jemand den Zustand, wenn man in jeder Minute das Gefühl hat, genau zu wissen, was man tut und glaubt, man sei „total klar“, und man schon fünf Minuten später nicht mehr weiß, was man da gerade getan, gesagt, gedacht oder im Inneren zusammengepuzzelt hat?
Ja, so halt.
Alles bricht wieder und wieder weg.
Es braucht massive Kapazität, etwas zusammenzusetzen und dann weiß man am Ende doch wieder nur noch Bruchteile. Es fragmentiert sich erneut.

Leider führt das gerade dann auch dazu, dass wir auch Frau vdHimmel verletzen und zurückstoßen. Was ja unfair ist, weil sie sich so extrem für uns einsetzt und viel mehr „macht“, als das, wofür sie bezahlt wird.
Und einiges in uns eigentlich nur möchte, dass sie aufhört, sich einzusetzen, auch schon allein, damit wir uns selbst ertragen können, weil wir es nicht ertragen uns so furchtbar schlecht zu fühlen, weil wir überhaupt Unterstützung benötigen. Bedürfnisse haben, yk, nicht gut. Gar nicht gut.
Was dann im Kreisel dazu führt, dass wir uns wieder schlecht und furchtbar fühlen und Flashbacks haben davon, was passiert, wenn man Bedürfnisse hat. *sfzt
Sie geht relativ locker damit um. Sagt, dass wir ja nun schon zwei Jahre daran gearbeitet haben, dass sich all der Nasty Shit TM auch zeigen kann.
Wir hadern mit der Kontrolle über all das, was ihr und uns um die Ohren fliegt, denn wir haben keine Kontrolle darüber.

*

Aber jetzt Mal ganz allgemein gesagt:
Jedem Täter kommt es gelegen, wenn Systeme sich gegeneinander wenden, wenn die Community zersplittert, wenn wir uns gegenseitig nicht mehr über den Weg trauen.
Von persönlichen und individuellen Zielen Einzelner, die gegen uns (oder sonst wie gegeneinander) schießen, mal ganz abgesehen..

Es wäre für Täter furchtbar, wenn wir als DIS Community zusammenhalten würden. Das ist ein Punkt, den ich auch im Zusammenhang mit den Fake-Claims angesprochen hatte.
Deswegen steht an erster Stelle immer die Isolation und das Unglaubwürdig-machen von den Systemen, die reden.

Wir wissen alle, dass Öffentlichkeit nicht nur schützt. Dass öffentliches Bloggen (und in unserem Fall sogar Videos machen) immer bedeutet, dass Täter einen auf dem Schirm haben können und vermutlich auch werden.
Das hängt nicht von der Reichweite Einzelner ab.
Gerade diejenigen, die aus organisierten Strukturen kommen, werden immer weiter beobachtet. Warum auch nicht?
Schließlich sind alle Systeme, die beginnen an sich zu arbeiten, Erinnerungen zusammensetzen, eine potenzielle Gefahr für Täter.
Wer von denen wollte noch mal in den Knast? Ach ja, niemand. Sind ja alle Unschuldslämmer. Aber gut.

Dafür allerdings sind Communities für Täter praktisch. Man findet die Systeme alle „auf einem Haufen“.
Sobald Einer beim Anderen kommentiert, sobald man gegenseitig für einander da ist, zeigt man eine Verknüpfung.
Diese Verknüpfungen offenbaren wir alleine, dafür muss niemand jemand Anderen in irgendeinem Beitrag erwähnen. Und ich gehe davon aus, dass wir alle auch mit dem Bewusstsein für ein gewisses Risiko schreiben.
Und das ist der Grund, warum sich viele für private Blogs oder Instagrammaccounts entscheiden oder komplett gegen die Offenbarung, dass man ein System ist und was das alles bedeutet.
Das hat wenig damit zu tun, dass man sich „nicht mundtot machen lassen will“, sondern um die persönliche Einschätzung davon, was zu viel Risiko ist.
Und sobald wir an einem Punkt in unserer Therapiearbeit stehen, ab dem wir uns selbst schützen können, werden wir definitiv noch einmal überlegen müssen, was und in welchem Umfang wir etwas teilen. Denn im Moment ist es vollkommen egal, da den Tätern ja ohnehin Bericht erstattet wird. Die sind auf unseren Blog nicht einmal angewiesen, um zu erfahren, was in uns abgeht und woran wir arbeiten, meine ich.
*Sibertablett oléolé

*

Natürlich: Man kann sich einreden, dass man sprechen/schreiben kann UND sich absolut sicher sein kann, dass man „sicher“ vor Tätern ist, dass ein gewisser Abstand zu Tätern ausreichend ist, aber in Wahrheit sind wir als Systeme erst dann sicherer vor Tätern und Übergriffen, wenn wir intern als System genügend zusammenarbeiten, zusammen halten, die Täterloyalität abnimmt und eine Gegenwehr möglich ist.
Denn nichts fürchten Täter mehr als Gegenwehr (außer vielleicht unsere Bewusstwerdung und Anzeigen).
Und stell dir vor, es ist Krieg, und niemand geht hin.
Stell dir vor, es gäbe keine Innenperson mehr, die die Tür bereitwillig öffnet, wenn ein Täter sagt „Ding-Dong“ da bin ich.
Das ist doch das, woran wir alle arbeiten. Weswegen wir Therapie machen, weswegen wir mit uns an unseren Innensystemen arbeiten.
Um zu entkommen, um den inneren UND den äußeren Ausstieg zu schaffen und zusammenzufügen, was irgendwie zusammen gehört.
Wenn wir keine dissoziativen Barrieren mehr haben, was Täterkontakte angeht und deren Identitäten, dann wird für uns erst einiges besser.

Ich glaube, dass wir als Systeme, die aus organisierten Strukturen kommen, niemals gänzlich sicher sein können, dass nie wieder etwas passiert.
Und was wäre der Preis dafür, es zu versuchen?
Ein Leben in der Steinzeit? In einer Eremitenhöhle, ohne Meldeadresse? Ohne Internet? Allein, ohne Verbindungen zu anderen Betroffenen oder überhaupt Menschen?
Aber es beinhaltet ein Risiko.
Manche entkommen, weil sie „zu alt“ geworden sind, manche entkommen mit einem neuen Namen und einem Umzug, manche nur noch schwerer, mit noch höheren Preisen, manche auch nie, seien wir so ehrlich.

Alleine ist man angreifbarer. Und genau deswegen möchten Täter auch so furchtbar gerne, dass wir, wir alle Systeme, möglichst isoliert sind.
Wenn wir aber Freunde haben, Verbindungen, wenn wir alle ein bisschen gegenseitig ein kleines bisschen auf uns aufpassen, uns gegenseitig bewusst machen, wenn uns etwas auffällt, dass wir uns gegenseitig stützen, wenn wir in alte Filme geraten und uns gegenseitig helfen, da wieder heraus zu kommen und ein Stück weit Realität wieder zu finden….
Wir wissen doch, was wir aneinander haben, wenn wir uns unterstützen, nicht wahr?

Und jeder muss und darf für sich selbst entscheiden, wer wen unterstützend empfindet und wie wer wen in all den letzten Jahren, die wir als Community schon zusammen sind, als unterstützend wahrgenommen hat.

Jeder darf und muss für sich selbst entscheiden, welches Risiko man eingeht. Das ist ein Grund dafür, weshalb wir lunis mit unseren Täterkontakten offen sind. Damit ihr auf realer Basis entscheiden könnt.
Wir machen niemandem etwas vor. Haben wir nie.

Fest steht: dass ich nicht dafür garantieren kann, dass man nicht zur Zielscheibe wird, nur weil man uns kennt.
Aber das Muster spricht dagegen.
(Außer natürlich, man möchte Menschen dazu bringen, schlecht über uns zu reden. Joah.)

Fakt ist: (das, was mir bekannt ist), dass nur die Menschen auf der Liste unserer Täter stehen, die für uns eine sehr tiefe Bedeutung haben.
Diejenigen, über die man uns wirklich verletzen kann. Und diese Menschen kann man an fünf Fingern abzählen.

Zwei davon sind selbst kein System und sehr wehrhaft, was sie ausschließt (bis jetzt zumindest)
MM wird dadurch angegriffen, dass er es mittragen können muss, dass wir Täterkontakten und Missbrauch und Gewalt weiter ausgeliefert sind und Gewalt auch in den vier Wänden ausgeübt wird, in denen er letztendlich auch lebt.
Immer besteht die Gefahr für uns, dass er eines Tages sagt „Ich halte das nicht mehr aus“.
Frau VdH wird nicht selbst angegriffen, sondern die Beziehung durch uns höchstselbst und durch Inszenierungen belastet. Wie durch ein Virus von innen heraus bombardiert.
Es geht nicht darum, wahllos Menschen anzugreifen, die uns bekannt sind, nur weil sie uns bekannt sind.
Und unsere Täter haben sich (soweit wir wissen) nie für unsere Kontakte interessiert.
Das Ziel sind wir.
Wir sollen zum Schweigen gebracht werden. Und das funktioniert nur, wenn die Menschen, die bedroht werden, uns zutiefst etwas bedeuten. Sie wissen, wie sehr wir für die Wahrheit kämpfen und gegen Ungerechtigkeiten.
Wir sind diejenigen, die sich als getroffene Hunde zurückziehen sollen.
Wir sind diejenigen, die laut sind, die deswegen „wegmüssen“.

Tae und Mael.



Abtrainierter Autismus Teil II

Wir haben uns eingebildet, wir wären schon „drüber hinweg“.
Über all das, was uns eingeredet wurde. Ganz einfach. Ein bisschen lernen, ein bisschen sich motivierende und positive Reels zum Thema von anderen Betroffenen angucken, sich darüber irgendwie validieren.
Perfekt.
Alles ist gut.
Wir kommen damit klar. Wir sind autistisch. Hey cool. Es erklärt so viel. Ich bin ein Zebra.
In den Kommentaren zum letzten Video darüber freuen sich so viele, dass wir so große Schritte gemacht haben. Dass wir plötzlich so geerdet wirken, dass wir in uns ruhen.
Uff.
Nein. Uns nahestehende Menschen fragten zu dem Video ob wir dafür „die Fassade doppelt so hoch gezogen haben, wie sonst“.
Und wir konnten beim Schneiden des Videos nur sagen „Hm, ja. Irgendwas ist anders. Aber ich weiß nicht, was“.

Es ist ja schon so, dass wir seit Wochen unter immer mehr „Mist“ rotieren. Programme über gestartete Programme. Alles wird immer weirder.
Aber jetzt kommt das Problem auch noch dazu, dass wir merken, nein, wir sind nicht „drüber weg“.
Intellektuell ließ sich das offensichtlich nicht lösen.
„Wundert uns jetzt nicht“, schreiben Myokard im Chat. Hm ja danke….jahhhh
Aber so ist das, wenn man glaubt, Dinge rational klären zu können. So als ob ich meinem Auto auch nur erklären müsste, dass es fahren kann, es muss nur daran glauben. Sogar ohne zu tanken. Hahah Du musst nur selbst dran glauben.
Nope. Hat nicht funktioniert.

Wir sitzen fest. Wir sitzen fest in dem Glauben, dass uns jetzt „alle hassen werden“.
Jetzt, wo wir versuchen damit offen umzugehen und uns alles rund um unsere „Special Effects“ zu erlauben.

Das, was vorher relativ abgespalten intrusiv aber weniger emotional kam, knallt uns jetzt um die Ohren.

Wir nehmen verzerrt wahr. Stimmen klingen böse, Texte, die man in Chats bekommt, werden mit einer bösen, ja geradezu hasserfüllten Stimme der Person in unserem Kopf gelesen. Wir entschuldigen uns für jeden zweiten Satz. Wir entschuldigen uns quasi fürs atmen. Und dann entschuldigen wir uns dafür, dass wir uns entschuldigen und Leuten mit dem Entschuldigen spätestens auf die Nerven gehen.

Die Fassade ist stark, ja.
Aber es gibt Brüche. Mehr als je zuvor. Und gerade bei Frau vdHimmel bricht in der letzten Zeit alles ein.
Das heißt, sie bekommt deutlich mehr ab, als unser direktes Umfeld. Das vergrößert aber das innere „Ich bin furchtbar“
Und wir rotieren nur noch zwischen „Help“ und „Entschuldigung, dass ich atme“.
Dass sie uns nicht hasst und nicht verlassen wird ist un-glaub-bar.
Und ohnehin, die Stunden und bald ist ja sowieso vorbei. Und man muss auch mal lernen alleine klar zu kommen.

Aber wie die Wahrnehmung da rein kommt, wird jetzt seit gestern erst klar.
*autsch
Und ab hier Triggerwarnung

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